Fachwart - Indiaca

Buchmüller Andreas
Durmersheimer Str. 90a
76185 Karlsruhe

andreas.buchmueller@karlsruher-turngau.de

Wissenswertes über Indiaca, die Regeln, sämtliche Termine, Meisterschaften, usw. findet Ihr auf der Offiziellen Deutschen Indiaca Homepage des DTB www.indiaca-dtb.de.


Informationen zum alljährlichen SKB Beach Indiaca Cup des TSV Grünwinkel (auch mit internationaler Beteiligung) findet Ihr unter
http://www.tsv-gruenwinkel.de/indiaca . Hierbei handelt es sich um das größte Beach Indiaca Turnier in Deutschland mit jährlich ca. 120 teilnehmenden Mannschaften. 

Indiaca - Das Spielgerät

Die Indiaca ist ein etwa 25 cm großer Federball, der mit der flachen Hand geschlagen wird. Oberhalb eines Schlagpolsters sind mittels eines Verbindungsstücks aus Kunststoff vier Führungsfedern befestigt die bewirken, dass das Spielgerät immer schlaggerecht mit dem Schlagpolster voran auf den Mitspieler bzw. Gegner gespielt wird.
Als Spielgerät wird weltweit das Modell "Indiaca-Turnier" eingesetzt. Es wird in Deutschland exklusiv von der Fa. Tunturi GmbH hergestellt. Der Vertrieb erfolgt über den Sportfachhandel oder verschiedene Internet-Shops.  

Indiaca - Die Geschichte

Auch wenn Indiaca ursprünglich aus Südamerika stammt - die Keimzelle des modernen Indiaca-Sports liegt zweifelsfrei in Deutschland und ist mit zwei Namen fest verbunden: Karlhans Krohn und Heinz Karl Kraus.

Der deutsche Sportlehrer Karlhans Krohn "entdeckte" im Jahr 1936 beim Spaziergang an der Copacabana das brasilianische Peteka-Spiel und importierte es in seine Heimat. Es wird angenommen, dass die Urform der Peteka wahrscheinlich ein archaischer Federball aus zusammengelegten Maisblättern ist, den Forscher bei Indianerstämmen Nordost-Boliviens entdeckt hatten. In einer Wortkombination aus Indianer und Peteka nannte Krohn seinen ersten serienreifen Ball "Indiaca". Anfang der 50er Jahre wurde die Spielidee zunächst in Baden-Württemberg von kirchlichen Jugendgruppen aufgenommen. Einen großen Schub bekam die junge Sportart Anfang der 70er Jahre, als der Dachverband des Deutschen Sports, der Deutsche Sportbund (DSB) Indiaca zweimal als "Spiel des Jahres" auszeichnete. In der Folgezeit bildeten sich dann auch außerhalb der kirchlichen Jugendarbeit die ersten Vereine und begeisterten sich für die Spielidee. Die Indiaca ist übrigens auch heute noch teilweise ein Naturprodukt: die Federn werden von Putenfarmen aus den USA importiert!

Krohn dachte sich das Spiel ursprünglich als reines Freizeitspiel, doch rasch entwickelte sich das Spiel zu einer echten Turniersportart. Bereits 1968 richtete der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) erste Meisterschaften aus. In den folgenden Jahren schaffte es Heinz Karl Kraus, Indiaca als Turnspiel im Deutschen Turnerbund (DTB) zu verankern und zahlreiche Vereine dort zu organisieren. Das zunächst zarte Pflänzchen wuchs schnell weiter: 1990 wurde in Deutschland erstmals ein einheitliches Regelwerk geschaffen, 1991 wurde dem DTB vom DSB das Alleinvertretungsrecht für Indiaca in Deutschland zuerkannt und seit 1998 finden regelmäßig Deutsche Meisterschaften statt.

Neben dem nationalen Bereich kümmerte sich Kraus aber von Anfang an auch um internationale Kontakte. Bereits beim Deutschen Turnfest 1987 in Berlin konnten Teilnehmer aus Luxemburg begrüßt werden, und bereits kurz darauf entstanden Kontakte in die Schweiz und nach Japan. Am 26.05.2000 wurde in Berlin die Internationale Indiaca Association (IIA) gegründet, die im August 2001 in Tartu / Estland die ersten Indiaca-Weltmeisterschaften und im Folgejahr in Karlsruhe den 1. Indiaca World-Cup veranstaltete. Die zweiten Indiaca Weltmeisterschaften fanden 2004 in Tsukuba/Japan, der zweite World-Cup (Vereinsweltmeisterschaft) 2006 in Viljandi/Estland und der erste Jugend-World-Cup 2007 in Malterdingen/Deutschland statt.

 

Der in den letzten Jahren erfolgreichste Indiaca Verein weltweit kommt aus dem Karlsruher Turngau und heißt TSV Grünwinkel. Denn allein vier der neun möglichen World-Cup Titel zieren derzeit das Vereinsheim im Südwesten von Karlsruhe.

 

 

 

 

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